Im Bestand liegt oft mehr Potenzial, als auf den ersten Blick sichtbar ist. Ein Beispiel dafür ist der Innenhof der Richtiarkade. Seit seiner Fertigstellung blieb der Innenhof weitestgehend unverändert. Grossflächige Kiesflächen und eine zurückhaltende Bepflanzung prägten den öffentlichen Aussenraum. Sein Potenzial als Aufenthalts- und Begegnungsraum war noch nicht ausgeschöpft. Deshalb haben wir den Innenhof gezielt weiterentwickelt und im Einklang mit den Bedürfnissen der Mietenden seine ökologischen und sozialen Qualitäten gleichermassen gestärkt.
Vielfältigere Begrünung für Mensch und Natur
Die Umgestaltung verbindet ökologische und soziale Qualitäten. Die bestehenden japanischen Ahorne wurden weitestgehend erhalten und durch standortgerechte, mehrjährige Pflanzen ergänzt. Die vielfältigere Bepflanzung schafft zusätzliche Strukturen und Nahrungsangebote für Insekten und Vögel.
Auch die Oberflächengestaltung wurde angepasst: Die versickerungsfähigen Kiesflächen wurden erneuert und mit grossformatigen Naturstein-Schrittplatten ergänzt, die den Durchgangsbereich strukturieren.
Gleichzeitig entstand ein attraktiver Aufenthaltsraum: Neue flexible Sitzgelegenheiten, schattenspendende Elemente und robuste Tische schaffen zusätzliche Möglichkeiten für Aufenthalt, Begegnung und kurze Pausen im Alltag.
Lernen für den Bestand
Die Richtiarkade ist Teil unseres Programms «Lebendige Aussenräume». Darin erproben wir unterschiedliche Ansätze, um Aussenräume im Bestand ökologisch und sozial weiterzuentwickeln. Die Erkenntnisse aus den einzelnen Projekten fliessen kontinuierlich in die Weiterentwicklung des Programms und zukünftiger Vorhaben ein.