Generalunternehmung

Entwicklung
In der Berichtsperiode bearbeitete die Sparte Entwicklung Eigen- und Drittprojekte mit einem potenziellen Bauvolumen von mehreren hundert Millionen Franken. Damit trägt sie massgeblich zur stabilen Auslastung der Realisation sowie zum Ausbau der Anlageliegenschaften bei.

In Zürich Riesbach plant Allreal an der Bellerivestrasse 36 eine umfassende Sanierung eines sechsgeschossigen Geschäftshauses nach den Plänen des Siegerprojekts von C.F. Møller Architects. Das dänische Architekturbüro überzeugte im Studienauftrag die Jury. Die Baueingabe erfolgte im Juni des Berichtsjahrs, der Start der rund zweijährigen Bauzeit ist im Sommer 2021 geplant. Das Investitionsvolumen beträgt mehr als CHF 50 Millionen.

In der Stadt Luzern entwickelt Allreal auf einem 8400 Quadratmeter grossen Grundstück im Quartier Büttenen insgesamt 77 Eigentumswohnungen. Das Siegerprojekt aus dem Studienauftrag aus dem Jahr 2018 von Caruso St John Architects wurde im Berichtsjahr weiterbearbeitet und ein öffentlicher Gestaltungsplan durch die Stadt Luzern aufgelegt. Dieser wird voraussichtlich im ersten Halbjahr 2021 vom Stadtrat behandelt. Die Baueingabe für das Projekt mit einem Investitionsvolumen von rund CHF 73 Millionen erfolgt frühestens im Jahr 2022.

An der Spiserstrasse in Zürich Albisrieden plant Allreal eine Wohnüberbauung mit 63 Eigentumswohnungen für den Verkauf an Dritte sowie 43 Mietwohnungen für eine private Bauherrschaft. Für das insgesamt rund 4600 Quadratmeter grosse Areal wurde im Geschäftsjahr 2020 ein Studienauftrag mit fünf Architekturbüros durchgeführt. Im Sommer empfahl die Jury das Projekt von ADP Architektur Design Planung AG einstimmig zur Weiterbearbeitung. Der Baubeginn erfolgt frühestens Ende 2022. Das Investitionsvolumen beträgt rund CHF 75 Millionen.

Bellerivestrasse 36

Realisation
In der Berichtsperiode wickelte das Unternehmen ein Projektvolumen von CHF 363.4 Millionen ab. Dies entspricht zwar gegenüber dem Vorjahr einem leichten Anstieg von 6.7 Prozent, wäre aber noch stärker angestiegen, wenn die Bautätigkeit nicht durch die pandemische Lage beeinflusst worden wäre. Allreal beschränkt sich bei der Ausführung von Drittaufträgen bewusst auf Projekte mit kalkulierbaren Risiken, realistischen Vertragsbedingungen und intakten Gewinnaussichten. Dank der hohen Qualität in der Ausführung erzielte die Sparte in der Planung und Realisation von Drittprojekten eine Bruttomarge von 12.0 Prozent (2019: 13.3 %).

Vom abgewickelten Projektvolumen entfielen CHF 280.4 Millionen respektive 77.2 Prozent auf Drittaufträge (2019: CHF 270.0 Mio. / 79.2 %). Demgegenüber lag der Anteil der Eigenprojekte bei CHF 62.9 Millionen oder 17.3 Prozent (2019: CHF 50.4 Mio. / 14.8 %) und jener der Entwicklungsprojekte für den Verkauf an Dritte bei CHF 20.1 Millionen beziehungsweise 5.5 Prozent (2019: CHF 20.3 Mio. / 6.0 %).

Mittelfristig strebt das Unternehmen ein ausgeglichenes Verhältnis von Eigen- und Drittprojekten bei einem jährlichen Projektvolumen von bis zu CHF 500 Millionen an.

Auf Neubauprojekte entfiel im vergangenen Geschäftsjahr ein Anteil von CHF 219.3 Millionen oder 60.3 Prozent des abgewickelten Projektvolumens (2019: CHF 224.4 Mio. / 65.9 %). Der Anteil aus Renovations- und Umbauprojekten belief sich auf CHF 144.1 Millionen beziehungsweise 39.7 Prozent (2019: CHF 116.3 Mio. / 34.1 %).

Per Stichtag lag der gesicherte Arbeitsvorrat bei rund CHF 741 Millionen, was die Auslastung der vorhandenen Kapazitäten für rund 24 Monate sicherstellt.

Abgewickeltes Projektvolumen und EBIT Generalunternehmung

in CHF Mio.

 

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