Der verantwortungsvolle Umgang mit Umweltressourcen ist ein zentraler Bestandteil der Nachhaltigkeitsstrategie von Allreal. Die wesentlichen Umweltthemen umfassen die Reduktion der Treibhausgasemissionen (Scopes 1 und 2) sowie die Einbeziehung relevanter Scope-3-Emissionen, die Steigerung der Energieeffizienz, die Förderung der Kreislaufwirtschaft sowie die messbare Senkung des Ressourcenverbrauchs in den Bereichen Materialien, Boden und Wasser. Diese Schwerpunkte leiten unser Handeln entlang der Wertschöpfungskette und des Lebenszyklus einer Immobilie – von der Entwicklung über die Realisation bis zur Bewirtschaftung.





Netto-Null
Aktuell ist der CO2-Absenkpfad mit einem Anteil von rund 52% erneuerbarer Energieträger im Jahr 2025 auf Kurs (Basisjahr 2021, bezogen jeweils auf das Energiejahr 1. Juli bis 30. Juni). Zur Erreichung der zukünftigen Ziele des Absenkpfads sind wertvermehrende Investitionen in erneuerbare Energieträger und Energieeffizienzmassnahmen in mittlerer zweistelliger Millionenhöhe bis ins Jahr 2030 erforderlich.
Graue Treibhausgasemissionen (Scopes 3.1, 3.2, 3.5)
Die strukturierte Erfassung grauer Emissionen stellt im Immobiliensektor nach wie vor eine vergleichsweise anspruchsvolle Methodik dar. Allreal hat diesen Ansatz frühzeitig implementiert und entwickelt ihn im Einklang mit branchenweiten Standards kontinuierlich weiter. Ab dieser Berichtsperiode erfassen wir graue Emissionen gemäss den relevanten Scope-3-Kategorien des GHG Protocol, insbesondere Instandsetzung und Ersatz, Neubau und umfassende Umbauten sowie Rückbau.
Im Berichtsjahr 2025 betrugen die durchschnittlichen grauen Emissionen der laufenden eigenen Neubauprojekten sehr tiefe 8,7 kg CO2e pro m² und Jahr (nach SIA 2032). Die ausgewiesene Kennzahl stellt einen jeweils aktuell phasengerechten Durchschnitt dar, der als Referenzwert für die weitere Reduktion grauer Emissionen im Rahmen der Klimastrategie dient.
Labelstrategie und Guidelines
Im Berichtsjahr nahm Allreal mit 27 Liegenschaften an der Pilotreifephase des neuen Standards «SNBS Bestand & Betrieb» teil und leistete damit einen Beitrag zur Weiterentwicklung eines sektorrelevanten Bewertungsinstruments für den Immobilienbestand. Zudem wurden zwei Liegenschaften nach DGNB Gebäude im Betrieb (GiB) Gold-zertifiziert. Für das Entwicklungsprojekt Baarermatte wurde die Zertifizierung SNBS-Areal Gold erteilt.
Mit der konsequenten Umsetzung unserer Labelstrategie stärken wir die Transparenz und Vergleichbarkeit der Nachhaltigkeitsleistung über den gesamten Immobilienlebenszyklus hinweg und schaffen die Grundlage für eine kontinuierliche Reduktion von Treibhausgasemissionen, eine höhere Ressourceneffizienz und eine nachhaltige Wertschöpfung.
Zu unserer Labelstrategie
Energieverbrauch und CO2-Emissionen
Allreal engagiert sich dafür, den Energieverbrauch und damit einhergehend den Ausstoss von Treibhausgasen tief zu halten und schrittweise zu reduzieren. Neben der Bausubstanz und dem Gebäudebetrieb beeinflussen auch die Umweltbedingungen in den Wintermonaten den Heizungs- und somit Energieverbrauch. Da Allreal keine Klimakorrektur der Verbrauchsdaten vornimmt, sind witterungsbedingte Schwankungen im Energieverbrauch direkt in den ausgewiesenen Werten erkennbar.
Im Geschäftsjahr 2025 handelt es sich um insgesamt 750 259 m² vermietbare Fläche oder 880 483 m² Energiebezugsfläche, die in der Energiebilanz berücksichtigt wird.
In der vorliegenden Berichtsperiode wurde der Anteil erneuerbarer Energien erstmals inklusive Mieterenergie ermittelt. Dieser beträgt neu 68.3%. Ohne Einbezug der Mieterenergie beläuft er sich auf 54.3%.
2024: Berechnet nach «bisheriger Methodik, vgl. Berichtsjahr 2024»
2025: Berechnet nach Operational Control und Mieterstromdaten
Die Treibhausgasemissionen und die Treibhausgasintensität konnten im Berichtsjahr gegenüber dem Vorjahr nicht gesenkt werden. Aufgrund der kälteren Winterperiode resultierte ein höherer Wärmebedarf und damit ein höherer Ausstoss an Treibhausgasen. Die Emissionszunahme verlief jedoch nicht proportional zu den Heizgradtagen, sondern konnte merklich abgefedert werden. Hauptgrund hierfür ist der Ersatz von Öl- und Gasheizungen durch emissionsärmere Systeme. Durch diese Modernisierungen konnte die Zunahme der wärmeerzeugungsbedingten Emissionen (Scope 1, Scope 2 und der anteilige Wärmeverbrauch in Scope 3.13) auf rund 4% begrenzt werden.
Zusätzlich wirkt sich die methodische Neuzuordnung einzelner Verbrauchsdaten von den Scopes 1 und 2 in den Scope 3.13 aus (gemäss Operational-Control-Ansatz).
2024: Berechnet nach «bisheriger Methodik, vgl. Berichtsjahr 2024»
2025: Berechnet nach Operational Control und Mieterstromdaten